Woher kommt Peer Review?
Peer Review (dt. Begutachtung durch unabhängige Kollegen/Experten) im Wissenschafts- bzw. Bildungsbereich kann als Verfahren zur Beurteilung von wissenschaftlichen Arbeiten (v.a. Zeitschriftenartikeln) und von Hochschulinstitutionen bzw. der von ihnen angebotenen Studienprogramme durch unabhängige Gutachter, die so genannten „Peers“ (engl. für Ebenbürtige; Gleichrangige), bezeichnet werden – mit dem Ziel der Qualitätssicherung.
Neben seiner Verwendung für die Bewertung von wissenschaftlichen Artikeln im Hochschulbereich ist Peer Review als eine Form der externen Evaluation ein bereits seit vielen Jahren weltweit eingesetztes Standardverfahren zur Qualitätsüberprüfung von Universitäten und (Fach)Hochschulen. So werden z. B. im österreichischen Fachhochschulsektor (seit 2003) als auch im Universitätsbereich Evaluierungsverfahren durchgeführt. Die Bereiche, die einer Evaluierung mittels Peer Review unterzogen werden, sind: Lehr- und Forschungsqualität von Fächern, Fakultäten / Fachbereichen, Instituten etc.
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Die Institutionen ziehen einen mehrfachen Nutzen aus Evaluierungen mittels Peer Review. Sie haben die Gelegenheit, den Ist-Zustand ihrer Entwicklung zu bestimmen und zu reflektieren, die von ihnen erbrachten Leistungen einem nationalen und internationalen Vergleich mit anderen Hochschulen zu unterziehen, ihre Kontakte mit in- und ausländischen Institutionen zu vertiefen, Erfahrungen auszutauschen und Anregungen für die kontinuierliche Verbesserung der eigenen Institution zu erhalten. Der Vorteil von Peer Review als Verfahren zur Qualitätsprüfung und Qualitätsentwicklung ist, dass es die (hoch)schulinterne Sicht mit der Außensicht externer Gutachter/innen kontrastiert und dadurch – im Idealfall – zwei der Spannungsfelder von QM, Selbstreflexion und Fremdbeurteilung, produktiv miteinander verbindet.
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