Good Practice Landesberufsschule Laa/Thaya

DIE SCHULE:

 Landesberufsschule Laa/Thaya

Wehrgärten 3
2136 Laa/Thaya
02522/2304,
E-Mail: direktion@lbslaa-thaya.ac.at

www.lbs-laa.schulweb.at 
(ab 1.1.2011 http://lbs-noe.bildung-noe.at )

 

DIE AKTEURINNEN:

Ulrike Schleicher      Maria Hubeny

SCHULLEITERIN:
BD Dipl. Päd. Ulrike Schleicher

Peer Review Organisatorin:
BOL Dipl. Päd. Maria Hubeny

BD Ulrike Schleicher:
Seit 1985 Lehrerin an der LBS Laa, geprüft für Fachgruppe 1 (Betriebswirtschaftliche Fächer) und Fachgruppe 2 Einzelhandel (Fachspezifische Fächer wie z.B. Warenspezifisches Verkaufspraktikum, Verkaufstechnik, Werbung und Verkauf); zusätzliche Lehrbefähigung für berufsbezogene Fremdsprache Englisch und Werbetechnik.
Seit 1999 Leiterin der LBS Laa/Thaya und pädagogische Leiterin des Schülerheims.

BOL Maria Hubeny:
Seit 1981 Lehrerin an der LBS Laa, geprüft für Fachgruppe 1 (Betriebswirtschaftliche Fächer), organisiert das Peer Review an der LBS Laa, unterstützt die Schulleitung in administrativen und organisatorischen Belangen.

LEITFRAGEN für die Good Practice Darstellung

1. Können Sie uns Ihre Schule in wenigen Sätzen kurz vorstellen?
Die LBS Laa/Thaya hat die Lehrberufe Einzelhandel mit dem Schwerpunkt Lebensmittel und Feinkostfachverkauf und den Lehrberuf Gartencenterkaufmann/frau eingeschult. Wir führen im Jahr vier 10-Wochenlehrgänge, d.h. die große Herausforderung ist sicherlich das Zeitmanagement, da wir unsere Schüler/innen immer nur 10 Wochen bzw. 5 Wochen (3. Klasse Einzelhandel) eingeschult haben.

Unsere Schüler/innen sind im angeschlossenen Schülerheim untergebracht, da sie aus ganz Niederösterreich und auch Wien kommen. Die Lehrer/innen verrichten auch Erzieherdienst im Schülerheim.

  

Wir sind bestrebt, unsere Schüler/innen praxisorientiert zu unterrichten. Wichtig sind uns zeitgemäße und schülerzentrierte Unterrichtsformen, um die Eigenverantwortung, aber auch das teamorientierte Arbeiten zu fördern.

Das Unterrichten mit neuen Medien ist seit langem ein Schwerpunkt unserer Schule. Seit 2003  führen wir pro Lehrgang eine Notebook-Klasse. 
Seit 2007 ist unsere Schule auch eLearning-Clusterschule (Projekt über das BMUKK). Dadurch wurde eLearning bzw. blended-learning in den Schulalltag implementiert. Wir arbeiten sehr intensiv mit der Lernplattform LMS Niederösterreich/Burgenland (http://learn.noeschule.at).

Wichtig ist uns auch als berufsbildende Pflichtschule eine gute Zusammenarbeit mit unseren Partnern = Lehrbetriebe. Durch die duale Ausbildung ist es erforderlich, die Bedürfnisse der Lehrbetriebe mit der schulischen Ausbildung zu koordinieren. 

2. Wie ist an Ihrer Schule das Qualitätsmanagement (QM) organisiert?
Im Rahmen des Qualitätsmanagements wird an unserer Schule jedes zweite Jahr eine Schulinspektion durch die zuständige Berufsschulinspektorin durchgeführt. Die Schulaufsicht führt mit der Schulleitung unter Einbindung der Personalvertretung ein Bilanz-, Ziel- und Vereinbarungsgespräch durch. Mit der Schulleitung wird auch ein Mitarbeitergespräch abgehalten. Die Ergebnisse der Schulinspektion und die daraus resultierenden Vereinbarungen werden dann im Rahmen einer pädagogischen Konferenz dem Lehrerteam vorgestellt.

Durch die Qualitätsinitiative Berufsbildung (QIBB) werden seit 2008 Evaluierungen zum Thema Leistungsbeurteilung und Förderung/Individualisierung als Schwerpunkte im Rahmen von QIBB durchgeführt. Dies erfolgt durch Schülerfragebögen, Lehrerfragebögen und einem Erhebungsraster der Schule. Im Herbst werden dann die Ergebnisse an den NÖ Berufsschulen dem Lehrerteam präsentiert, kommentiert und eventuelle Maßnahmen zu einer Veränderung beschlossen.

Am Ende jeden Lehrgangs wird ein Feedback der Schülerinnen und Schüler über Schule und Schülerheim eingeholt. Das Feedback wird ausgewertet und gemeinsam mit dem Lehrerteam werden Maßnahmen zur Weiterentwicklung besprochen.

Im Schuljahr 2010/11 wird an der Schule eine Evaluierung – Peer Review  zum Thema eLearning und Einsatz des Digitalen Notenbuchs durch externe Peers durchgeführt. Diese Evaluierung soll uns „die Sicht von außen“ aufzeigen!

3. Hat die Einführung eines Qualitätsmanagements Ihre Schule verändert und falls ja, wie?
Durch die Online-Befragung des Themas „Leistungsbeurteilung“ durch QIBB wurde die Notwendigkeit einer transparenten Notengebung erkannt. Das Lehrerteam wurde sensibilisiert, noch verantwortungsvoller mit der Beurteilung erbrachter Leistungen umzugehen. Durch Einführung des digitalen, also sehr transparenten Notenbuchs wurde auch die Eigenverantwortung durch die Schüler/innen erkannt. Die Schüler/innen erkennen selbst, wie sich durch eigenständiges Arbeiten und Lernzuwachs ihre Note verändert. Es fallen seither auch die Diskussionen über Notengebung weg.

Es wurde auch das Bewusstsein, dass Qualitätsentwicklung und -sicherung für die Zukunft  einer modernen und praxisorientierten Schule notwendig sind, geweckt.

4. Was ist aus Ihrer Sicht unbedingt notwendig, damit Qualitätsentwicklung und  sicherung gelingen und den Schul¬alltag nachhaltig verändern?
Um qualitative Schulentwicklung betreiben zu können, muss sie von allen Beteiligten mitgetragen werden. Es ist sinnvoll, sich jährlich nur auf ein bestimmtes Thema zu konzentrieren, um nachhaltige Qualitätsentwicklung betreiben zu können. Wichtig ist, dass eine Win-Win-Situation für Lehrer/innen und Schüler/innen entsteht.

Durch eine gute Feedbackkultur kann eine persönliche Weiterentwicklung der Lehrer/innen gewährleistet werden. 

Durch Qualitätsentwicklung und –sicherung entstehen ein Ideenpool und Innovationsschub, die für unser Ziel, unsere Schüler/innen handlungsorientiert zu unterrichten, ganz wichtig sind und ein pädagogisches Umdenken nach sich ziehen. 

Ein wichtiges Kriterium ist sicherlich, dass die Schulaufsicht und die Schulleitung voll und ganz hinter dem Prozess zur Qualitätsentwicklung stehen.

5. Was sind Ihrer Meinung nach Stärken von QIBB? Was könnte verbessert werden?
Die Stärken sehen wir in der strukturierten Aufarbeitung und Überprüfung eines Themas zur Qualitätssicherung und -entwicklung. Unsere Stärken (wir sind auf dem richtigen Weg), aber auch eventuelle „Stolpersteine“ werden sichtbar gemacht.

6. Welchen Themen bzw. Projekten werden Sie sich in den nächsten Jahren konkret im Hinblick auf Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung widmen?

  • Weiterer Ausbau des schülerzentrierten Unterrichts
  • Förderung von Neigungen und Begabungen = Individualisierung durch Einsatz neuer Unterrichtsmethoden und neuer Medien
  • Im Lehrerteam soll durch die Auswahl bestimmter Themen eine verstärkte Bewusstseinbildung  für die Notwendigkeit von QIBB erreicht werden. 

 Download Beispiel als PDF (752 kb)

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Wir bedanken uns herzlich für das Good Practice Beispiel.

Das ARQA-VET Team, im Oktober 2010

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