Good Practice HLW Hartberg
DIE SCHULE:
Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe
Fachschule für wirtschaftliche Berufe – Hauswirtschaftsschule
Edelseegasse 13 (Bundesschulzentrum)
8230 Hartberg
Tel.: (03332) 64130
E-Mail: hlw.direktion@hlw-hartberg.at
Website: www.hlw-hartberg.at
LEITUNG UND ORGANISATION:

Geleitet wird die Schule seit ihrer Gründung 1982 von Dir.in Mag.a Dr.in Christine ALLMER.
Im Schulmanagementteam unterstützen sie Fachvorständin
Dipl.-Päd.in Maria KRÖPFL und Administratorin Prof.in Christa MÜLLER.
LEITBILD:
| wir begegnen einander mit Wertschätzung wir lernen + lehren mit Freude + Einsatz wir setzen uns Eigenverantwortung + Persönlichkeitsentwicklung zum Ziel wir legen Wert auf Kreativität wir setzen auf fachliche Kompetenz wir arbeiten praxisnahe, projekt- + zukunftsorientiert wir fördern unternehmerisches Denken + Handeln und kooperieren mit der Wirtschaft wir pflegen offenen Umgang mit Sprachen + Kulturen wir wirtschaften verantwortungsbewusst wir sind vielseitig und teamorientiert | ![]() |
All diese plakativen Sätze des Leitbildes versuchen wir Tag für Tag auf mannigfaltige Weise zu verwirklichen und mit unserer Schulentwicklungsarbeit zu verstärken und zu dokumentieren. Das Leitbild selbst ist überall in unserer Schule sichtbar (in den Klassen, z. B. auf Kästen; im Foyer auf Fahnen), und es ist in Bewegung. Das heißt konkret, dass es in regelmäßigen Abständen einen Leitbild-Tag gibt, wo das Leitbild der Schule thematisiert und ggf. revidiert/weiterentwickelt wird. Nach außen wird das Schulleitbild über die Homepage und über die Schulzeitung (die an alle Partnerbetriebe geht) kommuniziert. Die Schule ist in ihrer Qualitätsarbeit bemüht, Themen der Schulentwicklung immer an das Schulleitbild rückzukoppeln und es somit als „Kompass“ für die Qualitätsarbeit zu verwenden.
Gestatten Sie uns aber nun, Ihnen die HLW Hartberg vorzustellen! Die HLW Hartberg umfasst zehn Klassen:
• die 5-jährige HLW mit Ausbildungsschwerpunkt „Internationale Kommunikation in der Wirtschaft“ und einem schulautonomen Seminarbereich in Tourismus
• die 3-jährige Fachschule für wirtschaftliche Berufe mit Schwerpunkt auf der Zweiten Lebenden Fremdsprache Italienisch und ebenfalls schulautonom Tourismus
• die 2-jährige Hauswirtschaftsschule mit Schwerpunkt Vorbereitung auf Lehrberufe und Soziales
Vielfalt zeigt sich schon an diesen drei Schultypen unter einem Dach, aber auch im Hinblick auf die breite Palette von schulischen Projekten, Wettbewerben und Aktivitäten einerseits und die breite Streuung dessen, was die Schüler/innen dabei einbringen, andererseits.
Eine allgemein hohe Schulerfolgsquote verbunden mit herausragenden Erfolgen Einzelner verweist darauf, dass auf Leistung großer Wert gelegt wird. (Beachten Sie z. B. die Rubriken „Vor den Vorhang“ und „Schüler/innen schreiben“ auf der Homepage www.hlw-hartberg.at!)
Die Basis dafür legt eine hohe Unterrichtsqualität: Als erste humanberufliche COOL-Impulsschule in der Steiermark haben wir eine Vorreiterrolle auch in der Lehrer/innenfortbildung innerhalb des Bundeslandes inne. Das Kooperative Offene Lernen (COOL) fokussiert den Unterricht ja nicht nur auf inhaltlich-didaktische Ziele, sondern übernimmt auch besondere Verantwortung für die Entwicklung methodischer und personaler Kompetenzen der Schüler/innen, wie Eigeninitiative, Selbstverantwortung, Team- und Konfliktfähigkeit usw.
Das wirkt auch nach außen, in verschiedensten Formen der Kooperation mit der Wirtschaft, zum Beispiel als dislozierter Unterricht in den Hotels der oststeirischen Thermenregion oder an Praxistagen in Tourismuseinrichtungen, Reisebüros und Banken.
QUALITÄTSMANAGEMENT
Schon seit Mitte der 90er Jahre geschieht kontinuierliche Schulentwicklungsarbeit, getragen von einem Schulentwicklungsteam und einem überaus engagierten Kollegium der ca. 30 Lehrerinnen und Lehrer.
Die operative Leitung der Schulentwicklungsarbeit obliegt SQPM Mag.a Helga Schöller, unterstützt vom Schulentwicklungsteam, das sich jährlich neu formiert, wobei auf ausgewogene Zusammensetzung nach Fachgruppen geachtet wird.
Das Schulentwicklungsteam 2008/09
V. l. n. r.:
SQPM Prof.in Mag.a Helga SCHÖLLER, Prof.in Mag.a Bernadette SCHÖNBACHER, Dir.in Mag.a Dr.in Christine ALLMER, Prof. in Mag.a Margarete BAYER, FOLin Dipl.-Päd.in Andrea WINKLER, VLin Dipl.-Päd.in Helga SPITZER, FVin Dipl.-Päd.in Maria KRÖPFL, Prof. in Mag.a Elisabeth KRATOCHWILL, Administratorin VLin Christa MÜLLER
Eine wichtige Funktion nimmt auch das COOL-Team ein, das schon zwei Drittel des Lehrköpers umfasst und durch die kontinuierliche Entwicklungsarbeit seine methodisch- didaktische Kompetenz erweitert.
Die COOL-Steuerungsgruppe besteht aus:
Prof.in Mag.a Astrid Krogger, Landeskoordinatorin für COOL an HUM
Fachvorständin Dipl.-Päd.in Maria Kröpfl
Prof.in Mag.a Helga Schöller, SQPM
FOLin Dipl.-Päd.in Helga Spitzer
SCHWERPUNKTE DER SCHULENTWICKLUNG
Themen der Schulentwicklungsarbeit sind seit den 90er Jahren Individualfeedback der Schüler/innen an Lehrkräfte; Leitbild und Schulprofil; angstfreie Schule (mit Maßnahmen zur Transparenz der Leistungsbeurteilung); Stärken-Schwächen-Analyse nach Befragung von Schülern/innen und Eltern sowie die regelmäßige Abhaltung von Schulentwicklungstagen unter Einbeziehung aller Schulklassen. Mit anderen Worten, Schulentwicklung ist - v. a. durch das Engagement unserer Schulleitung - an der HLW Hartberg schon seit den 90er Jahren ein zentrales Thema.
Seit der „Einführung“ von QIBB hat sich nicht die Schule, jedoch die Arbeitsweise in der Schulentwicklung verändert. Sie ist etwas klarer strukturiert, orientiert sie sich doch an den inhaltlichen, organisatorischen und terminlichen Vorgaben. Auf jeden Fall ist sie seither lückenlos dokumentiert – was eindeutig einen Mehraufwand darstellt. Die Umstellung auf einen Zweijahresrhythmus im Berichtswesen ist da sicherlich eine Erleichterung. Durch QIBB kann das Schulentwicklungsteam auf praktisches „Werkzeug“ zurückgreifen, auf die Online-Umfragen und die prompten Auswertungen. Hilfreich sind die Vernetzungstreffen der SQPM (auch zwischen den SQPM und den Direktoren/innen, um klare Zuständigkeiten zu besprechen). Diese Vernetzungstreffen vereinen die Aspekte des Austauschs und der Fortbildung (so wie die Länder-Round-Tables als Plattformen aller für Schulqualität Verantwortlichen).
Zusammenfassend kann man sagen, dass QIBB an unserer Schule als Unterstützungsinstrument für die Schulentwicklung dient. Durch QIBB bedingte Vorzüge und Weiterentwicklungen sind z.B. die Online-Befragungen der Schüler/innen, worauf folgend die Ergebnisse von den Lehrern/innen in den Klassen präsentiert werden (so wird das Engagement der Schüler/innen für das Thema „Qualität an der Schule“ erhöht bzw. sichergestellt). Im Konferenzzimmer wiederum gibt es einen QIBB Ordner, der den aktuellen Entwicklungs- und Tätigkeitsstand der schulischen Qualitätsarbeit dokumentiert. Dieser Ordner umfasst u. a. die Ergebnisse der Absolventen/innen-Befragungen, die in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.
Inhaltlich dominieren nun an der Schule die Landes- und Bundesschwerpunkte, fokussiert auf die Bedürfnisse vor Ort; das waren zunächst nochmals Leitbild und Transparenz der Leistungsbeurteilung, zuletzt ist es verstärkt Individualisierung des Unterrichts (Schwerpunktsetzung auf Mitarbeit im Unterricht und Beratung bei Lernproblemen) – und ergänzend dazu eben COOL.
GOOD PRACTICE: COOL
Dieses Konzept, entwickelt an der BHAK/BHAS Steyr und verbreitet durch das dort vom BMUKK eingerichtete Impulszentrum, ist für die HLW Hartberg ein wesentlicher Faktor zur Erhaltung und Verbesserung der dreijährigen Fachschule, findet aber zunehmend auch Eingang in die HW und HLW.
COOL ist eine Abkürzung für Kooperatives Offenes Lernen, das heißt, dass Schüler/innen mit Arbeitsaufträgen oder Arbeitsplänen, die sie von der/m Lehrer/in bekommen, selbstständig arbeiten. COOL trägt damit einem unserer zentralen Schulentwicklungsthemen, nämlich der durch QIBB vorgegebenen Individualisierung, Rechnung. Die Schüler/innen teilen sich in COOL-Klassen die Zeit selbst ein und können beim Auswählen der Aufgaben je nach Interesse und Lernfortschritt selbst Schwerpunkte setzen. Es gibt sowohl Pflicht- als auch Wahlaufgaben, wodurch eine Individualisierung des Lernens gewährleistet ist. Die Arbeitsergebnisse werden auf unterschiedliche Art kontrolliert. Offenes Lernen fördert die Eigenverantwortlichkeit für das Lernen. Schüler/innen lernen sich selbst und ihre Arbeit zu organisieren und im Team zu arbeiten. Die Kooperation ist ein wichtiger Aspekt dieser Unterrichtsform, und auch der Umgang mit Zeit und Ressourcen wird trainiert. Die Arbeitspläne können die unterschiedlichen Lerntypen, Lernfortschritte und Persönlichkeitsstrukturen der Schüler/innen besser als der herkömmliche Unterricht berücksichtigen. Was das Feedback betrifft, so wird das Arbeits- und Sozialverhalten an die Schüler/innen rückgemeldet (einerseits geben die Schüler/innen einander Feedback, andererseits wird Feedback an die Schüler/innen durch die Lehrer/innen gegeben).
Schließlich ist COOL mit QIBB insofern verbunden, als ein wesentliches Thema bei COOL der Selbstreflexionsprozess der Schüler/innen ist („Wie lerne ich am besten?“). Es geht demnach bei COOL um den QIBB-Kernbereich Lehren und Lernen.
Wie COOL in der konkreten Umsetzung aussieht, ist sehr genau auf der Schulhomepage dokumentiert: www.hlw-hartberg.at, umfangreiche Information gibt es auch auf der Homepage des COOL-Impulszentrums Steyr: www.cooltrainers.at.
Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die Gestaltung der Schuleingangsphase der ersten Klassen (siehe Homepage und Anhang), in der das Lehrer/innenteam mit Lerntypenbestimmung und Modell der multiplen Intelligenzen, Kennenlerntag und Teambildungsmaßnahmen, COOL-Einführungstag und wochenlangem Kompetenztraining eine unverzichtbare Basis für eine erfolgreiche Schullaufbahn zu legen versucht.
Als COOL-Impulsschule stehen wir interessierten Lehrern/innen als Besuchsschule zur Verfügung, und wie anfangs erwähnt, leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Fortbildung in diesem Bereich – auch schultypenübergreifend.
DOKUMENTATION
Überzeugen Sie sich von der Fülle der Belege all dieser Aussagen
• auf der Schulhomepage, die über all die genannten Bereiche umfassend informiert (auch die vergangenen Jahre können „nachgelesen“ werden!).
• In Papierform ist vieles davon in den „News der HLW Hartberg“ dokumentiert, unserer zweimal jährlich erscheinenden Schulzeitung, die seit nunmehr zehn Jahren unsere Schulgemeinschaft, aber auch die Zubringerschulen, die Partnerbetriebe und die humanberuflichen Schulen der Steiermark über unser Schulgeschehen informiert.
• Natürlich geben auch die Schulprogramme (Schulqualitätsberichte) der letzten drei Jahre genauen Einblick in die mannigfaltige Schulentwicklungsarbeit.
Wir sind vielseitig und teamorientiert, wir sind innovativ und konsequent,
wir sind hoher Qualität verpflichtet.
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Download Beispiel als PDF (565 kb)
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Wir bedanken uns herzlich für die Beantwortung unserer Fragen und die mitgelieferten Informationen.
Das ARQA-VET Team, im Oktober 2009

















