Good Practice HLW Bad Ischl

Höhere Bundeslehranstalt für
wirtschaftliche Berufe
Bundesfachschule für wirtschaftliche Berufe
Höhere Bundeslehranstalt – Ausbildungszweig Sozialmanagement
Bundesfachschule für Sozialberufe
Kaltenbachstraße 19
4820 Bad Ischl
Telefon: 06132 233 94-0
E-mail: s407439@eduhi.at
Web: www.eduhi.at/schule/hbla_ischl
Die Akteurinnen:
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| Schulleiter: HR Mag. Franz Gugerbauer | SQPM: PRof. Mag. Rainer Posch |
LeiterInnen von Steuerungsgruppen:
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v.l.n.r.:HLW: FV StR. Waltraud Holzwarth, HLS: Prof. Mag. Ralf Wimmer, FSB: DGKS Ulrike Monz, FW:Dipl.Päd. Heidemarie Täublit
Vorstellung der Schule

- Ein Motto: Schule in Bewegung
Innovationen im Zusammenhang mit Lernen und Ausbildung werden an der HLW Bad Ischl seit jeher groß geschrieben. Mit gutem Grund, denn manche Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes ändern sich. Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, wie er hier systematisch betrieben wird, ist also fast zwingend notwendig. Die Resultate können sich sehen lassen: So wurde beispielsweise an diesem Standort der hier und an anderen Schulen höchst erfolgreiche Schulversuch HLW Ausbildungszweig Sozialmanagement entwickelt und auch die Bundesfachschule für Sozialberufe erfährt als Ausbildungsschiene von diesem Standort aus immer wieder neue Impulse.
Die HLW Bad Ischl vereint zurzeit vier Ausbildungsschienen unter einem Dach. Wenn auch die dreijährige Fachschule für wirtschaftliche Berufe aufgrund mangelnden Zuspruchs im Auslaufen begriffen ist, so stellt diese Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten doch unter Beweis, dass man im Herzen des Salzkammergutes nicht nur gut leben, sondern auch höchst qualifizierend lernen kann.
Die Schulentwicklungs- und Qualtitätsbestrebungen, die an der HLW Bad Ischl seit vielen Jahren „institutionalisiert“ und somit Teil des Schulalltages sind, liegen in den Händen von Direktor HR Mag. Franz Gugerbauer (ihm zur Seite als SQPM Mag. Rainer Posch) und vier SteuerungsgruppenleiterInnen: Fachvorständin Waltraud Holzwarth, DGKS Ulrike Monz, Dipl.Päd. Heidemarie Täublit und Mag. Ralf Wimmer.
Vier Gebäude – eine Schule
Die HLW Bad Ischl dehnt sich über vier Gebäude aus, die – zum Teil denkmalgeschützt und vorbildlich renoviert – bestens ausgestattet sind, viel Raum bieten und zum Beispiel auf diese Weise modernen Unterrichtskonzepten wie COOL sehr entgegen kommen. Alle Gebäude sind miteinander verbunden, zuletzt wurde etwa ein unterirdischer Gang zum „Stöckl“ geschaffen, einem Jugendstilgebäude, das die moderne Infothek beherbergt.
Das Leitbild der HLW Bad Ischl
Anmerkung:
Das vorliegende Leitbild stellt die 3. Überarbeitung seit der 1. Q-hum Schulprogramm-Generation dar. Im Schulprogramm der HLW Bad Ischl wurde verankert, dass es systematisch alle drei Jahre einer Reflexion und, wenn nötig, einer Revision unterzogen wird.
Die gegenständliche Variante unterscheidet sich von ihrer Vorgängerin einerseits durch die Hereinnahme von gesundheitsbewusstem Denken und Handeln, der Akzentuierung des Aspektes „Förderung und Beratung“ sowie nicht zuletzt einer sprachlich-stilistischen Verbesserung.
1. Wir verstehen unsere Schule als Ort partnerschaftlicher Kommunikation, der die Motivation, Mitgestaltung und Mitbeteiligung aller fördert.
2. Wir vermitteln moderne, praxisnahe und innovative Bildung, die den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler in allgemeiner und beruflicher Hinsicht entspricht.
3. Wir achten auf Methodenvielfalt im abwechslungsreich gestalteten Unterricht und fördern Leistungsbereitschaft, Selbständigkeit sowie Flexibilität und fordern diese auch ein.
4. Wir planen und führen Unterricht zielorientiert durch und sichern die Bildungsqualität durch transparente und gerechte Leistungsbeurteilung.
5. Wir bemühen uns um vernetztes und ergebnisorientiertes Arbeiten für einen qualitativ hochwertigen Unterricht.
6. Wir beraten und unterstützen unsere Schülerinnen und Schüler sowohl in fachlicher als auch in persönlicher Hinsicht.
7. Unsere Schule ist ein Ort, an dem man sich wohlfühlen kann und an dem die Individualität jeder und jedes Einzelnen geschätzt, gefördert und respektiert wird. Wir begegnen einander daher in offener, ermutigender und wertschätzender Form und fördern soziales, demokratisches und geschlechtergerechtes Handeln.
8. Unsere Schule ist eine Bildungseinrichtung mit ausgeprägter Dialog- und Feedbackkultur, in der auch Internationalität und Interkulturalität gefördert werden.
9. Gesundheitsbewusstes Handeln und die Förderung von entsprechenden Einstellungen sind uns ein wichtiges Anliegen.
10. Wir achten auf Zuverlässigkeit, Verbindlichkeit sowie auf gute Umgangsformen und halten uns an gemeinsam ausgehandelte klare Vereinbarungen.
„Alltagsrelevante“ Initiativen und Entwicklungsvorhaben in Stichworten:
Individualisierung und Förderung
In den Unterrichtsgegenständen Deutsch, Englisch, 2. Lebende Fremdsprache (Französisch, Spanisch), Mathematik und Rechnungswesen bestehen individuelle Förderprogramme. Schwerpunktmäßig zielen diese vor allem auf die ersten Klassen und Jahrgänge ab.
Die Bibliothek der Schule, untergebracht in einem attraktiven Gründerzeitgebäude, wird aktiv genutz als Lern- und Informationszentrum. Themenzentrierter und Portfoliounterricht finden hier attraktive räumliche Ressourcen vor.
Seit 2007 wird das kooperative offene Lernen (COOL) an der HLW Bad Ischl durchgeführt, um die SchülerInnen in ihrer Persönlichkeits- und Sozialkompetenz individuell zu fördern (Verantwortlichkeit, Selbständigkeit, Teamfähigkeit) und Schritte zu einer im Lehrerteam koordinierten Planung von Unterricht zu setzen.
Die Schule ist seit 2007 COOL-Netzwerkpartner. Seither ist diese Initiative, die unter der kollegialen Führung von Mag. Claudia Korinek und DGKS Ulrike Monz steht, auch im Schulprogramm verankert. Die Rezertifizierung erfolgte im Dezember 2011.
Als Klassenvorstand der V. HLSa hat sie mit dieser Methode gute Erfahrungen gemacht.
Das psychosoziale Netzwerk
Auf der Grundlage des Psychosozialen Netzwerkes wird in sehr professioneller Weise individuelle Förderung und Beratung von SchülerInnen betrieben. Dieses Thema ist uns wichtig, da Schule ein Ort äußerst vielfältiger Interaktion und Kommunikation in unterschiedlichster Form ist. Somit prägen sehr unterschiedliche gruppendynamische Prozesse sowie Kommunikationsdynamiken den schulischen Alltag. Ebenso sind Konflikte in verschiedenster Form und Ausprägung sowie Belastungssituationen und der individuelle Umgang damit das Schuljahr ständig begleitende Themen. Schülerinnen und Schüler bringen z.B. Belastungen aus ihrem Sozialraum mit und benötigen mitunter Hilfe zu deren Bewältigung. Akute individuelle Krisensituationen verlangen vom schulischen Umfeld besondere Kompetenz und Sensibilität im psychosozialen Bereich.
Schwerpunkte des Psychosozialen Netzwerkes sind Konfliktmanagement und Mediation, Supervision, soziales Lernen, Clearing und Einzelintervention, (Gewalt- und Sucht-)Prävention, Lerncoaching und nicht zuletzt das Kompetenztraining für alle Schülerinnen und Schüler von Abschlussklassen. Koordiniert wird das Psychosoziale Netzwerk von Prof. Mag. Herbert Steinbauer, Schulmediator sowie Lebens- und Sozialberater.
Weiters arbeiten mit: Mag. Katharina Feigl (Schulmediatiorin), Mag. Petra Grabner (Suchtpräventionsberaterin i.A.) DSA Tamara Hinterer (Sozialarbeiterin, Koordinatorin Suchtprävention), Mag. Claudia Korinek (COOL-Koordinatorin) und Mag. Reinhard Kriwanek (Bildungsberater, Supervisor, Schulmediator).
Berufskompetenztrainingstage an der HLW Bad Ischl
Diese werden veranstaltet vom Psychosozialen Netzwerk und der Bildungsberatung.
Das sogenannten „Kompetenztraining“ wurden 2007/2008 erstmals veranstaltet und ist aufgrund des positiven Feedbacks seither Fixpunkt bei den Schulveranstaltungen für die Abschlussklassen.
Motiv für diese Veranstaltung war der Wunsch der Schüler/innen der abschließenden Jahrgänge nach einer gezielten und intensiveren Vorbereitung auf diverse Bewerbungs- und Aufnahmesituationen bzw. der Wunsch nach Unterstützung bei der individuellen Suche nach den passenden Job- und Weiterbildungsmöglichkeiten nach den abschließenden Prüfungen.
Um diesen Anliegen gerecht zu werden, wurden die am Standort vorhandenen personellen Kompetenzen und Ressourcen in diesem Bereich gebündelt. Im Rahmen von drei Workshops werden wesentliche Aspekte der Berufsorientierung angeschnitten. Die Bandbreite an Ausbildungs- und Jobmöglichkeiten, das Erkennen der eigenen Ressourcen und Schwächen sowie Grundlagen der Lebens- und Karriereplanung sind jene Inhalte, die hier vermittelt werden.
Zusätzlich wird auch der Konnex zur unmittelbaren Berufs- und Arbeitswelt hergestellt, indem auch Vertreter/innen der Arbeitgeberseite in die Veranstaltung mit einbezogen werden.
Konkret sieht der Ablauf des Berufskompetenztrainings so aus:
Vormittag:
Arbeit in Workshops zu verschiedenen Schwerpunkten
• Aus- und Weiterbildung / Bewerbungssituationen
• Stärken-Schwächen-Profil, SWOT-Analyse
• Karriere- und Lebensplanung.
Nachmittag:
Begegnung mit Gästen aus der Berufs- und Arbeitswelt: ein Podiumsgespräch
Dessen Teilnehmer im Dezember 2011:
Gerlinde Ferdin (Tourismusverband Bad Goisern), Ing. Josef Wintersteller (Fahrschule Hausherr-Wintersteller, Bad Ischl), Mag. Tanja Fritsche (FH Salzburg, Abteilung Öffentlichkeitsarbeit), Mag. Stefanija Bayr (Direktorin der Gesundheits- u. Krankenpflegeschule Bad Ischl)
DAS Gerald Schimböck (GF ÖZIV), Andreas Schiendorfer (Direktionsassistenz Sparkasse Bad Ischl), Markus Hirnböck (Unternehmer, Künstler) und Diana Spitzer, Absolventin FW Bad Ischl, Krankenpflegeschule, dzt. Studentin.
„Schule 4s Leben“ – im Rahmen einer Podiumsdiskussion können
die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen Fragen an
verschiedene Repräsentanten der Berufswelt richten.
Das Qualitätsmanagement an der HLW Bad Ischl
Wie bereits weiter oben beschrieben hat sich die Schule einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess verschrieben, der bereits vor der Einrichtung der Stabstelle des Qualtitätssicherungsbeauftragten betrieben wurde. Mit der Installierung des SQPM wurde in den letzten Jahren zudem eine „Verdichtung“, Parallelisierung und Koordination der vielfachen Qualitätsthemen erreicht.
Einzelne Qualitätsinitiativen, man denke nur an die q-Schwerpunkte „Transparenz der Leistungsbeurteilung“ und „Individualisieren und Fördern“, betreffen selbstverständlich alle MitarbeiterInnen der Schule. Die Prozesslandlkarte zur schulspezifischen Qualitätssicherung macht allerdings deutlich, dass es einige Funktionsträger und -gruppen gibt, die im q-Prozess von besonderer Bedeutung sind:
Das zentrale Thema im Hinblick auf Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung in nächster Zukunft:
Die Implementierung von kompetenzorientiertem Lernen und Lehren (formuliert in der Sprache des Schulprogramms):
Zielformulierung:
An der HLW Bad Ischl findet bis zum SS 2014 in allen Gegenständen kompetenzorientiertes Lehren und Lernen (KOOLL) statt. Verantwortliche für Teilziele werden im Detail im Bereich „Maßnahmen“ genannt. Die Gesamtverantwortung für den Prozess trägt der Schulleiter.
Indikator
Alle Lehrkräfte machen in allen Klassen lernstoffabhängig bekannt, was die SchülerInnen nach dem Ende eines „Kapitels“ leisten können.
SchülerInnen aller Klassen können die ihnen zugeordneten ausbildungstypischen Aufgaben (großteils) lösen.
Maßnahmen (inkl. Evaluation)
Die q-Gruppe an der HLW Bad Ischl wird erweitert um den Personenkreis der LeiterInnen der schulinternen Fach-ARGEs.
Zweimal jährlich „tagt“ diese große q-Gruppe und plant die schulinternen Entwicklungsschritte im Hinblick auf das Gesamtziel.
SCHILF-Veranstaltungen werden von der q-Gruppe vorgeschlagen, terminisiert und vom SCHILF-Verantwortlichen der Schule an den Landeskoordinator SCHILF, Mag. Andreas Grinzinger, Anfang Dezember jeden Jahres übermittelt.
In ARGEs und am Pädagogischen (Halb-)Tag werden kompetenzorientierte Unterrichtsbeispiele entwickelt (und in der Folge im Unterricht erprobt). Diese werden digital und auf Papier gesammelt und in Ordnern der Fachgruppe zur Verfügung gestellt.
Jedes Semester tagt mindestens einmal jede Fach-ARGE der Schule; dabei wird (dokumentiert) das Wissen über KOOLL ausgetauscht.
Der Weg zum auf Bildungsstandards ausgerichteten kompetenzorientierten Unterricht wird an der HLW Bad Ischl durch den unten dargestellten „Fahplan“ beschrieben. Dieser „Fahrplan“ wurde von der „erweiterten q-Gruppe“ (siehe Prozesslandkarte) der HLW Bad Ischl entwickelt und vom SQPM graphisch umgesetzt. Die besondere Form dieser graphischen Umsetzung wurde gewählt, um allen Prozessbeteiligten (Lehrkräften, SchülerInnen, auch den Eltern) eine rasche Orientierung zu ermöglichen, an welchem Punkt des Prozesses man sich gerade befindet.
Download Beispiel als PDF (2.4 MB)
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Wir bedanken uns herzlich für das Good Practice Beispiel.
Das ARQA-VET Team, im Jänner 2012






















