Good Practice HBLW Wels
DIE SCHULE:

HBLW Wels
Schulen für wirtschaftliche Berufe Wels
Wallerer Straße 32
4600 Wels
07242/64 0 68
E-Mail: hblw-wels.sekr@eduhi.at
www.hblw-wels.at
DIE AKTEUR/INNEN:
![]() | | |
SCHULLEITERIN: | SQPM: |
SCHULLEITERIN: Dir. HR Mag. Brigitte Geibinger
Lehramtsstudium für Geografie und Geschichte an der Universität Innsbruck
Im Schuldienst seit 1983
Schulleiterin an der HBLW Wels seit September 1999
SQPM: OStR Prof. Mag. Renate Hörmanseder
Lehramtsstudium für Deutsch und Englisch an der Universität Salzburg
Im Schuldienst seit 1981
SQPM seit Beginn des Q-hum-Prozesses
Kurzportrait der Schule
1981/82 wurde die Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe (HBLA) Wels zunächst als Expositur der HBLA Linz Prinz-Eugen-Straße gegründet. Sie war ursprünglich im Gebäude der Fachschule für Damenkleidermacher untergebracht.
Mit dem Schuljahr 1986/87 übersiedelte die HBLA in ein ehemaliges Gebäude der HTL Wels. Durch den enormen Zuwachs an Schülerinnen und Schülern musste ab 2003 auch in Containern unterrichtet werden.
![]() | ![]() |
Seit April 2010 steht dem Schulteam der HBLW ein neu errichtetes Gebäude in der Wallererstraße 32 zur Verfügung.
Das architektonisch ansprechende Schulhaus beherbergt moderne Klassenzimmer und Funktionsräume, alle ausgestattet mit zeitge-mäßer Computertechnologie.
Die fünfjährige HLW wird mit zwei Ausbildungsschwerpunkten geführt:
- „Gesundheitscoaching und betriebliches Management“ als Vorbereitung auf weiterführende Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialbereich sowie zum Erwerb der Qualifikation, ein Unternehmen zu gründen und zu führen.
- „Internationale Kommunikation in der Wirtschaft“ zur Vertiefung der schriftlichen und mündlichen Kommunikationsfähigkeit in den beiden Fremdsprachen im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Erfordernissen.
Diese Ausbildung ruht auf fünf Säulen:
- Umfassende Algemeinbildung als Voraussetzung für die Studienberechtigung an allen Hochschulen, Universitäten, Fachhochschulen, Akademien und Kollegs innerhalb der Europäischen Union.
- Fremdsprachenkompetenz durch die Beherrschung von mindestens zwei lebenden Fremdsprachen (neben Englisch Italienisch oder Französisch zur Wahl; Freigegenstand Russisch).
- Fundierte kaufmännische Ausbildung für den direkten Berufseinstieg in Wirtschaft, Verwaltung und Tourismus.
- Praktische Basisausbildung für die Gastronomie, die zusätzliche Berufsmöglichkeiten in den Bereichen Gastronomie und Hotellerie, Ernährung und Gesundheit eröffnet.
- Kreatives Arbeiten, das auch für den Erwerb von Schlüsselqualifikationen (Teamfähigkeit, Flexibilität, Leistungsbereitschaft, soziales Engagement …) von großer Bedeutung ist.
Die dreijährige Fachschule wird ebenfalls mit zwei Ausbildungsschwerpunkten geführt:
- „Gesundheit und Soziales“ als ideale Voraussetzung für Berufe im Gesundheits- und Sozialbereich.
- „IT-Support“ zur Schulung des Umgangs mit Neuen Medien.
Durch umfassende Allgemeinbildung, grundlegende Englischkenntnisse, eine solide kaufmännische Ausbildung, praktische Basisausbildung für die Gastronomie und kreatives Arbeiten ergeben sich vielfältige Berufschancen.
Zusatzangebote der Schulen für wirtschaftliche Berufe Wels sind:
- Die Vorbereitung auf den Erwerb international anerkannter Sprachzertifikate durch speziell ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen.
- Sprachwochen im Englisch, Französisch oder Italienisch sprechenden Ausland.
- Exkursionen, Lehrausgänge und Sportwochen als willkommene Abwechslung zum alltäglichen Schulbetrieb.
- Der Einsatz moderner Informationstechnologie in allen Unterrichtsgegenständen.
- Das Angebot einer Ausbildung zum Jungsommelier.
- Die Möglichkeit zum Mittagessen im Schulrestaurant.
Derzeit werden 550 Schülerinnen und Schüler von 70 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet.
Organisation des Qualitätsmanagements
Die SQPM leitet gemeinsam mit der Direktorin den q-hum-Prozess und unterstützt sie bei der Erfüllung ihrer Aufgaben.
Darüber hinaus obliegt der SQPM die Leitung der aus 9 Mitgliedern bestehenden Steuerungsgruppe, die sich üblicher Weise einmal im Monat trifft. Die Entscheidungen werden grundsätzlich nach ausführlicher Diskussion in der Steuerungsgruppe im gesamten Kollegium herbeigeführt.
Weiters sind fach- und themenspezifische Arbeitsgruppen eingerichtet, die an die Direktorin und/oder die Steuerungsgruppe berichten.
Die Umsetzung der QIBB-Ziele erfolgt immer gemeinsam mit der Schulleitung.
Es wird bei sämtlichen Arbeitsabläufen, Entscheidungsprozessen und -ergebnissen nicht nur auf Transparenz, Konsens und Verbindlichkeit geachtet, sondern auch auf die zeitlichen Ressourcen der/des Einzelnen.
Die Veränderungen an der Schule durch die Einführung von QIBB
Die bundesweite Implementierung von QIBB war für unsere Schule die konsequente Weiterführung des schon Jahre zuvor eingeschlagenen Weges einer qualitätsvollen Schulentwicklung. Diese Bestätigung unseres „vorauseilenden“ Tuns etwa im Bereich der „Transparenz der Leistungsbeurteilung“ hat die Akzeptanz im Lehrkörper positiv beeinflusst.
Faktoren für das Gelingen von QIBB und der daraus resultierenden nachhaltigen Veränderung des Schulalltags
Es ist unerlässlich, dass das Qualitätsmanagement und die Schulentwicklung vom gesamten Schulteam getragen werden. Unabdingbare Voraussetzung ist die Einsicht in die Notwendigkeit diesbezüglichen Handelns bei allen Kolleginnen und Kollegen. Dafür sind Interesse am Schulgeschehen, Engagement über den eigentlichen Unterricht hinaus und ein Mindestmaß an zeitlichen und finanziellen Ressourcen erforderlich. Das bestehende Dienstrecht trägt diesen Anforderungen nur sehr bedingt bis gar nicht Rechnung.
Stärken Von QIBB/Verbesserungsvorschläge
Die Nachhaltigkeit des Qualitätsprozesses wird durch die regelmäßig wiederkehrende Einforderung von Qualitätsberichten gefördert.
Weiters initiieren bundesweite Schwerpunktthemen wie zB „Individualisierung“ neue pädagogische Wege und unterstützen deren Umsetzung an der Schule.
Als besonders hilfreich erweisen sich der Pool an zur Verfügung stehenden Evaluations-Tools wie auch die computerunterstützten Evaluierungen, da sie einen schnellen und unkomplizierten Zugriff auf die Ergebnisse ermöglichen.
Regelmäßige Treffen der SQPMs ermöglichen einen Einblick in die Qualitätsarbeit anderer Schulen, fördern den Gedankenaustausch und somit auch eine Übernahme von Best-Practice-Beispielen.
Unter Berücksichtigung der für alle Beteiligten nicht unbegrenzten zeitlichen Ressourcen ist die rechtzeitige und vorausschauende Planung des nächsten Qualitätsthemas ein großes Anliegen. Dies würde den geordneten Abschluss des laufenden Themas ermöglichen und zugleich könnten notwendige Vorarbeiten veranlasst werden.
Geplante Themen und Projekte
Die Steuerungsgruppe entwickelte für den Schulbeginn 2008/09 unter dem Titel „START UP! Wir unterstützen deinen Einstieg“ ein Projekt, das auf den unterschiedlichen Wissensstand der in die ersten Jahrgänge neu aufgenommenen Schüler/innen eingeht und diesen ausgleichen soll. Nach Durchführung und Evaluierung des Projekts wurde es für das Schuljahr 2010/11 wie folgt modifiziert:
- Zweiwöchiges Einstiegstraining mit jeweils einer Doppelstunde in Deutsch, Englisch und Mathematik pro Tag. Die Nachmittage sind unterrichtsfrei und sollen für individuelles Üben zu Hause genutzt werden.
- Der Inhalt des Einstiegstrainings muss im Vorfeld innerhalb der Fachgruppe abgesprochen und festgelegt werden.
- Als Abschluss des zweiwöchigen Intensivtrainings findet ein Diagnosetest statt.
- Im Zuge des Elternsprechtags werden in einer Klassenkonferenz die Leistungen der Schüler/innen besprochen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen festgelegt, zB Fördermaßnahmen in Form eines Kurssystems, bei dem mehrere Kolleginnen und Kollegen jeweils zu unterschiedlichen Themen einen klassenübergreifenden Förderkurs für max. 12 Schüler/innen im Ausmaß von 2 WoSt. anbieten.
- Alle Kolleginnen und Kollegen, egal welchen Gegenstand sie in den ersten Jahrgängen unterrichten, sind verpflichtet, die im Vorjahr definierte Kernkompetenz „AUFGABENSTELLUNGEN LESEN, VERSTEHEN UND UMSETZEN KÖNNEN“ zu trainieren. Empfohlen werden eine Intensivphase ab Oktober des Schuljahres und die anschließende Wiederholung des Geübten an ausgewählten Beispielen und in größeren Zeitabständen.
- Im November wird ein freiwilliges Seminar zum Thema „Lernen lernen“ angeboten, in dem die Schüler/innen mit unterschiedlichen Lerntechniken vertraut gemacht werden.
COOL als bewährtes Unterrichtsprojekt in der Fachschule soll fortgeführt und auf andere Fächer ausgeweitet werden.
Individualisierter Unterricht durch Methodenvielfalt soll sich als Unterrichtsprinzip in allen Unterrichtsgegenständen weiter durchsetzen.
Download Beispiel als PDF (481 KB)
-----------------------
Wir bedanken uns herzlich für das Good Practice Beispiel.
Das ARQA-VET Team, im September 2010














