Klieme, Eckhard/ Tippelt, Rudolf (Hrsg.): Qualitätssicherung im Bildungswesen. Eine aktuelle Zwischenbilanz. Zeitschrift für Pädagogik. 53. Beiheft. Weinheim und Basel: Beltz Verlag 2008

"Qualität“ ist kein genuin pädagogischer Begriff, „Qualitätssicherung“ schon gar nicht. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – machen diese Begriffe seit nahezu 20 Jahren Karriere in der Bildungspolitik, im Alltag der Bildungseinrichtungen aller Sektoren, und auch im erziehungswissenschaftlichen Diskurs. Die Zeitschrift für Pädagogik legt mit ihrem 53. Beiheft „Qualitätssicherung im Bildungswesen“ eine Zwischenbilanz der deutschsprachigen Qualitätsdebatte und ihrer internationalen Referenzen vor. Die verschiedenen Spielarten der„Implementation“ von Qualitätssicherungsverfahren im Durchgang durch die Bildungsstufen und –sektoren werden dokumentiert, ihre konzeptuellen Grundlagen offen gelegt und die damit verbundenen theoretischen und praktischen Zumutungen und Paradoxien kritisch diskutiert.
Es ist unstrittig, dass Zielvorgaben, Strukturen und Prozesse der institutionalisierten Bildung in den deutschsprachigen Ländern in den vergangenen zehn bis zwanzig Jahren massiv verändert worden sind, ausgerichtet an Effektivität, Effizienz, Evaluation und (zumeist) Empirie. Unstrittig ist auch, dass damit Entwicklungen nachvollzogen wurden, die andernorts – vor allem in den angelsächsischen Staaten und den Niederlanden – etwa zehn Jahre früher eingesetzt hatten und inzwischen teils nachhaltig implementiert, teils schon wieder gebrochen sind, konterkariert durch unerwünschte Nebenwirkungen und mehr oder weniger subversive Strategien (z.B. „teaching to the test“).

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226 Seiten 
Preis: 29,90

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