Oelkers, Jürgen/ Reusser, Kurt: Qualität entwickeln – Standards sichern – mit Differenz umgehen (Bildungsforschungs Bd.27). Bonn, Berlin 2008.
Diese Studie beschäftigt sich mit der Frage, wie Bildungsstandards im Kontext nationaler Bildungssysteme wirkungsvoll „implementiert“ werden können. Sie wurde im Auftrag der Bildungsministerien Deutschlands, Österreichs, Luxemburgs sowie der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren ausgearbeitet. Nach Diskussion zentraler Konzepte (Input- vs. Outputsteuerung, Bildungsstandards, Kompetenzen, Accountability bzw. Rechenschaftslegung, Implementation) sowie einem Vergleich der Situation in den USA, den Niederlanden, Schweden und England (diese Länder verfügen bereits über starke und schwächere Formen der Outputsteuerung) legt die Studie dar, dass die Implementation von Bildungsstandards nur gelingen kann, wenn es eine Gesamtstrategie gibt, d.h. eine die System-, Schul- und Unterrichtsebene umfassende Strategie. Bildungsstandards sind ein zentraler Teil der Qualitätspolitik im Schulwesen. Mit anderen Worten, die Implementation von Bildungsstandards soll nicht ausschließlich oder primär auf die Etablierung einer Testkultur als Steuerungsmittel setzen, sondern in erster Linie die Entwicklung von Schule und Unterricht vorantreiben. Dazu sind Veränderungen bzw. Reformen auf den unterschiedlichen Ebenen notwendig (Förderung kontinuierlicher Qualitätsentwicklung; Schulautonomie; Gewinnen der Lehrkräfte für die Reform, v. a. durch entsprechende Kommunikationskanäle; Personalentwicklung; Entwicklungsanreize; wissenschaftliche Bildungsforschung zur Begleitung der Implementation von Bildungsstandards etc.)
Kurzfassung (28 Seiten) der Studie zum Download hier 
Langfassung (577 Seiten) zum Download hier 
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