Der Common Quality Assurance Framework (CQAF; Gemeinsamer Europäischer Qualitätssicherungsrahmen in der beruflichen Bildung) ist ein Rahmenmodell, das den EU-Mitgliedstaaten als Referenz bei der Entwicklung bzw. Reform von Qualitätssystemen in der Berufsbildung auf nationaler Ebene dienen soll. Der CQAF beschreibt Grundprinzipien, Kriterien und Instrumente, die bei der Implementierung von Qualitätssicherungssystemen in der Berufsbildung berücksichtigt werden sollen. Er ist sowohl auf der Systemebene als auch auf der Ebene der Berufsbildungsanbieter anwendbar. Die Schwerpunkte des CQAF liegen auf der Verbesserung und Evaluierung der Ergebnisse (Outputs) der Berufsbildung im Hinblick auf die Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit, auf einer verbesserten Abstimmung von Angebot und Nachfrage und auf der Förderung des Zugangs zur lebenslangen Berufsbildung, insbesondere für benachteiligte Personen. Der CQAF soll der Steigerung der Wirksamkeit, der Transparenz und des gegenseitigen Vertrauens in die Berufsbildungssysteme sowohl innerhalb einzelner Länder, als auch zwischen den Ländern dienen. Der CQAF wurde 2004 von der Facharbeitsgruppe Qualität in der Berufsbildung im Zuge des Kopenhagen-Prozesses im Auftrag der Europäischen Kommission entwickelt. (3)
Die Fortführung und Weiterentwicklung des CQAF ist der EQARF. Im Unterschied zum CQAF ist der EQARF eine EU-Empfehlung (Recommendation). Er empfiehlt den Mitgliedstaaten u.a., ihre Systeme der beruflichen Bildung an den vorgeschlagenen Indikatoren auszurichten und fordert die Mitgliedstaaten auf, vier Jahre nach dessen Einführung, also 2013, über die nationalen Fortschritte bei der Implementierung des EQARF zu berichten. |