1. ENQA-VET Konferenz in Wiesbaden 11./12.12.2008
Am 11. und 12. Dezember 2008 fand die erste große ENQA-VET Konferenz unter dem Titel „Quality in Work based Learning – meeting demands of labour market and lifelong learning“ in Wiesbaden (DE) statt. 140 Teilnehmer/innen aus 21 Ländern befassten sich eineinhalb Tage lang mit dem Qualitäts-Thema „Lernen am Arbeitsplatz“.
Österreich war mit sechs Teilnehmer/innen vertreten:
Zusätzlich zum Vorsitzenden des Netzwerks, Jürgen Horschinegg (BMUKK) und dem Rapporteur der Konferenz, Franz Reithuber (HTL Steyr) waren noch Helene Babel (BMUKK), Silvana Rameder (HLW 9, Wien), Alfred Freundlinger (WKO) und Franz Gramlinger (ARQA-VET) nominiert worden.
Informationen im Überblick:
Wir haben jede/n "unserer" Teilnehmer/innen um "einen Satz" zur Konferenz gebeten. Hier die Kommentare:
Helene Babel:
Bei der Konferenz wurde "work-based learning" überwiegend im Sinne von "Lernen am betrieblichen Arbeitsplatz" diskutiert; damit wurde der Tatsache Rechnung getragen, dass im realen Arbeitsprozess wichtige und wertvolle Lern- und Bildungsprozesse (Aneignung von Kenntnissen, Fertigkeiten, Kompetenzen, Einstellungen, Haltungen etc.) stattfinden (können), die vermutlich auf andere Weise (etwa über schulische Vermittlungsprozesse) in derselben Qualität nicht zu haben sind; work-based learning stellt ein bedeutsames Konzept dar im Kontext der aktuellen Diskussionen um lebenslanges/lebensbegleitendes, alle Lebensbereiche umfassendes Lernen, um die Unterscheidung zwischen formalem, nicht-formalem und informellem Lernen und die Anerkennung erworbener Kompetenzen (Lernergebnisse) und deren Wirkungen - etwa in Form von beruflichen Leistungen.
Silvana Rameder:
ENQA-VET ist eine hervorragende europäische Plattform, die sich für eine gemeinsame Vorgangsweise für Qualitätsmanagement im berufsbildenden Bildungsbereich ausspricht. Österreich übernimmt dabei jedenfalls eine Vorbildrolle und stellt begründet den Chairman.
Alfred Freundlinger:
Offensichtlich sind wir im europäischen Vergleich sehr gut, es liegt an uns Ansätze zu entwickeln, wie wir die Qualität in unserer Berufsbildung noch weiter vorantreiben können.
Franz Reithuber:
Die Konferenz stellt für mich einen weiteren positiven Mosaikstein in der langwierigen Europäischen Vernetzungsarbeit im Sinne des voneinander Lernens dar. Will Europa das ambitionierte Ziel einer wissensbasierten Gesellschaft erreichen, so sind solche Veranstaltungen unabdingbar.
Franz Gramlinger:
Gerade als erste "große" ENQA-VET Konferenz haben diese zwei Tage die Latte für das Schaffen von ausgezeichneten Networking-Gelegenheiten sehr hoch gelagt - eine gelungene Veranstaltung.
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