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ARQA-VET NEWS 11 | 3. November 2009

1. Das war die 1. Qualitätsnetzwerk-Konferenz
2. Good Practice: HLW Frohsdorf und HLW Hartberg
3. Vorgestellt: Das Projekt „Gesunde Schule“
4. Peer Review in QIBB: Neuigkeiten
5. Neuigkeiten, Wissenswertes und Links

 

 Das war die Qualitätsnetzwerk-Konferenz

Werner Timischl Peter F.E. Sloane Podium

KonferenzlogoAm 5. Oktober 2009 veranstaltete ARQA-VET im Hotel Modul in Wien die 1. Qualitätsnetzwerk-Konferenz für die Berufsbildung in Österreich unter dem Titel: „Plan – Do – Check – und dann?“.  Die zentrale Frage der Konferenz war, wie sich der Qualitätsregelkreis schließt bzw. wie man erfolgreich aus Evaluationsergebnissen Maßnahmen ableitet und damit Veränderungen herbeiführt.

Informationen zu den Vorträgen am Vormittag, zur Qualitätswerkstatt am Nachmittag sowie Fotos und vieles mehr finden Sie unter:
www.arqa-vet.at/arqa_vet/qnw_konferenz2009/dokumentation.

Publikum in den Workshops Schüler/innen der ibc Hetzendorf Qualitätswerkstatt

 

 Good Practice: HLW Frohsdorf und HLW Hartberg

In dieser Ausgabe unseres Newsletters möchten wir zwei weitere Beispiele guter Praxis für Qualitätsmanagement in berufsbildenden Schulen vorstellen: Die HLW Frohsdorf und die HLW Hartberg. Im Detail nachzulesen unter:
www.arqa-vet.at/qualitaet/good_practice


DIE SCHULEN:
HLW Frohsdorf  Sta. Christiana             
www.hlwfrohsdorf.ac.at

Das Q-Team:

Alexander Kucera      Claudia Stelzhammer      Margit Belloschitz

v.l.n.r.:
Alexander KUCERA (Schulleiter), Claudia STELZHAMMER (SQPM), Margit BELLOSCHITZ (SQPM)

Eine Reihe von Maßnahmen, die an der HLW Frohsdorf (NÖ) gesetzt werden, veranschaulicht die wesentliche Rolle von Kommunikation im Qualitätsentwicklungsprozess einer Schule:
„Mitarbeitergespräche: Jährlich erlaubt sich der Schulleiter, zu einem Gespräch unter vier Augen einzuladen. Die Gespräche werden protokolliert, archiviert und evaluiert.
Jour fixe: Wöchentlich findet ein Jour fixe zwischen Administratorin und Schulleiter sowie zwischen Fachvorstand und Schulleiter statt.
Fachgruppenarbeit: Alle 6 Wochen findet eine 90-minütige Pädagogische Konferenz statt. Mindestens zwei Mal pro Semester finden Konferenzen aller Fachgruppen statt (…)“
Der Schulleitung ist es ein wichtiges Anliegen, Qualitätssicherung nicht zum Selbstzweck werden zu lassen. Es gehe um die „Sicherung bereits vorhandener Qualität und die gegebenenfalls notwendige Entwicklung einer höheren Qualität, z. B. in  der Transparenz des Lehrens und Lernens in allen Gegenständen (…)“

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HLW Hartberg                        
www.hlw-hartberg.at

Das Q-Team:

Christine Allmer          Schulentwicklungsteam

v.l.n.r.:
Christine ALLMER (Schulleiterin) und das Schulentwicklungsteam (Helga SCHÖLLER, Bernadette SCHÖNBACHER, Christine ALLMER, Margarete BAYER,  Andrea WINKLER, Helga SPITZER, Maria KRÖPFL, Elisabeth KRATOCHWILL, Christa MÜLLER)

Die HLW Hartberg (Stmk.) schreibt der Leitbildarbeit eine große Bedeutung zu:

„Das Leitbild ist überall in unserer Schule sichtbar (in den Klassen, z. B. auf Kästen; im Foyer auf Fahnen), und es ist in Bewegung. Das heißt konkret, dass es in regelmäßigen Abständen einen Leitbild-Tag gibt, wo das Leitbild der Schule thematisiert und ggf. revidiert/weiterentwickelt wird. Nach außen wird das Schulleitbild über die Homepage und über die Schulzeitung (die an alle Partnerbetriebe geht) kommuniziert (…)“

Die Qualitätsarbeit selbst hat schon eine längere Tradition an der Schule:

„Schon seit Mitte der 90er Jahre geschieht kontinuierliche Schulentwicklungsarbeit, getragen von einem Schulentwicklungsteam und einem überaus engagierten Kollegium der ca. 30 Lehrerinnen und Lehrer.
QIBB dient an unserer Schule als Unterstützungsinstrument für die Schulentwicklung. Durch QIBB bedingte Vorzüge und Weiterentwicklungen sind z.B. die Online-Befragungen der Schüler/innen, worauf folgend die Ergebnisse von den Lehrern/innen in den Klassen präsentiert werden (so wird das Engagement der Schüler/innen für das Thema „Qualität an der Schule“ erhöht bzw. sichergestellt). Im Konferenzzimmer wiederum gibt es einen QIBB Ordner, der den aktuellen Entwicklungs- und Tätigkeitsstand der schulischen Qualitätsarbeit dokumentiert. Dieser Ordner umfasst u. a. die Ergebnisse der Absolventen/innen-Befragungen, die in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden (…)“

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 Vorgestellt: Das Projekt „Gesunde Schule“

Stefan Spitzbart
Von Mag. Stefan SPITZBART, Mitglied im Projektmanagementteam „Gesunde Schule“ des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger.


Das Projekt GESUNDE SCHULE zieht Bilanz

Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, das Bundesministerium für Gesundheit sowie der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger haben im Rahmen des Kooperationsprojektes GESUNDE SCHULE gemeinsam mit führenden Expertinnen und Experten inhaltliche Empfehlungen für die systematische Gesundheitsförderung an österreichischen Schulen erarbeitet. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Qualitätsstandards und Grundsätze für ein Gesundheitsförderungsmanagement wurden erarbeitet. Für die Weiterbildung der Schulleiter/innen und Lehrer/innen wurde ein Lehrgang entwickelt. Maßnahmen zur nachhaltigen Verankerung des Themas "Gesundheit" an Schulstandorten auf Basis der bestehenden Ressourcen wurden erprobt. Ein Qualitätsentwicklungs- und Qualitätssicherungsprozess externer Dienstleister/innen wurde in Form einer Dienstleisterdatenbank ins Leben gerufen.

Gesundheit als Teil einer Qualitätsentwicklung

Ernährung, Bewegung, Suchtprävention, psychosoziale Gesundheit sowie materielle Umwelt und Sicherheit gelten als klassische Bereiche der Gesundheitsförderung. Die Maßnahmen dieser fünf Qualitätsbereiche sollten im Rahmen eines Gesundheitsmanagements gemanagt und koordiniert werden. Dass Lehren und Lernen auch gesundheitsförderlich gestaltet werden kann, wird im siebten Qualitätsbereich betont. Der Begriff „Qualitätsstandard“ bezeichnet in diesem Kontext nicht einen Mindeststandard, sondern  stellt eine Orientierungshilfe für Schulen dar, um den jeweils individuellen Weg der Schulentwicklung auch gesundheitsförderlich zu gestalten. Die Standards für Gesundheitsförderung verstehen sich als Beitrag zu einer umfassenden qualitätsorientierten Schulentwicklung. Die beschriebenen Qualitätsbereiche stehen nicht für sich allein, sondern sollten in bestehende Schulentwicklungsprogramme integriert werden und die Verwirklichung des Bildungsauftrages unterstützen. Eine nachhaltige, wirksame Gesundheitsförderung in der Schule versteht sich dabei nicht als additiv, sondern sollte integrativer Bestandteil einer Schulentwicklung sein.

Von der Empfehlung hin zur Umsetzung

Die GESUNDE SCHULE wie auch die Qualitätsinitiative QIBB sind getragen von einer gemeinsamen Managementphilosophie. Beide folgen dem Verständnis, dass durch den klassischen Management-Zyklus Plan – Do – Check – Act Entwicklungsprozesse etabliert und nachhaltige Prozesse in Gang gesetzt werden können. In Weiterführung der ressortübergreifenden Kooperation sollen unter Einbindung der Beteiligten nun Wege aufgezeigt werden, wie Gesundheit als Teil einer umfassenden Qualitätsentwicklung im schulischen Alltag sinnvoll  einfließen kann. Gemeinsam können wir damit einen Beitrag für eine bessere und damit auch gesündere Schule leisten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.gesundeschule.at
Kontakt: stefan.spitzbart@hvb.sozvers.at

  Peer Review in QIBB: Neuigkeiten

Peer Review in QIBBAm 6. Oktober 2009 fand der Abschlussworkshop des Pilotprojekts „Peer Review im Rahmen von QIBB“ unter Leitung des öibf an der HLMW9 Michelbeuern statt. Ziel des Workshops war es, die eigene Tätigkeit als Peer, Peer Koordinator/in bzw. Peer Review Organisator/in zu reflektieren und Wünsche bzw. Empfehlungen für die Zukunft daraus abzuleiten.
Vertreter/innen des BMUKK, Sektion Berufsbildung, diskutierten am Nachmittag mit den Teilnehmer/innen des Pilotprojekts über deren Erfahrungen und informierten sie über die weitere Umsetzung von Peer Review in QIBB.

Die 7 Pilotschulen (siehe dazu www.peer-review-in-qibb.at/service/pr_schulen/) erhielten für deren Engagement im Rahmen des Pilotprojekts die Peer Review in QIBB Auszeichnung überreicht.Peer Review Pilotschule

Neu auf www.peer-review-in-qibb.at: 
Sie können sich für einen Vollzugriff auf die Österreichische Peer Datenbank registrieren lassen unter: http://www.peer-review-in-qibb.at/peers/peer_datenbank/registrierung/ Ohne Registrierung ist lediglich ersichtlich, welche Personen in der Peer Datenbank eingetragen sind.
Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, den Antrag für die Aufnahme in die Peer Datenbank online auszufüllen und abzuschicken: http://www.peer-review-in-qibb.at/peers/peer_datenbank/aufnahmeantrag/

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 Neuigkeiten, Wissenswertes und Links

Termine:

> 17./18. November 2009: EQARF Launching Conference in Brüssel
> 26. November 2009: „Educational Governance – Neue Steuerungsinstrumente für Bildungsqualität in Schule und Kindergarten” in Duisburg
> 3./4. Dezember 2009: ENQA-VET Konferenz "Quality VET - a key to success" in Stockholm/ SWE
> 22. Jänner 2010: EQARF Auftaktkonferenz für Österreich in Wien
> 8. bis 9. Juli 2010: 2. Österreichische Konferenz für Berufsbildungsforschung in Steyr. Einreichungen zum Call for Papers sind noch möglich bis zum 15. November 2009!

Links zu den Veranstaltungen und weitere Termine finden Sie unter:
www.arqa-vet.at/information/termine

Tipps und Literatur:
 
> Die aktuelle Ausgabe des ENQA-VET Newsletters finden Sie hier >>. In dieser Ausgabe  geht es um den Europäischen Bezugsrahmen für die Qualitätssicherung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung (EQARF) – ein ausführliches Interview dazu mit João Delgado (Europäische Kommission, Leiter der Abteilung für Berufsbildung und berufsbildungspolitische Maßnahmen).
Außerdem:
- die Rolle der nationalen Referenzstellen in der Umsetzung der Empfehlung;
- Kurzzusammenfassungen der Peer Learning Aktivitäten, welche auch auf Deutsch übersetzt wurden – mehr dazu hier >>

> Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis“ (BWP) des Bundesinstituts für Berufsbildung (DE) widmet sich dem Thema „Qualität in der beruflichen Bildung“: www.bibb.de/de/52349.htm
Mehr dazu auf www.arqa-vet.at/information/literatur

Bohl, Thorsten/ Kiper, Hanna (Hrsg.): Lernen aus Evaluationsergebnissen.
Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt Verlag 2009.

Seit einigen Jahren wird die deutsche Schullandschaft von einem dichten Netz unterschiedlicher Evaluationsverfahren belegt: Nationale und internationale Schulleistungsvergleichsstudien, länderspezifische Tests, Vergleichsarbeiten oder Diagnosearbeiten erzeugen vielfältige Daten über Schulen, Unterricht und Schülerleistungen. Können Lehrkräfte aus diesen Daten lernen? Wofür und wie? Wie kommen sie unter ausgewählten Fragenstellungen zur Planung von Maßnahmen zur Verbesserung von Unterricht und Schule?

ISBN 978-3-7815-1677-9; 309 Seiten; Preis: 20,50 
- mehr dazu hier >>

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Wir freuen uns über jegliche Rückmeldungen zu den ARQA-VET NEWS und grüßen herzlich
das ARQA-VET-Team

Impressum:
Herausgeber der ARQA-VET NEWS:
Österreichische Referenzstelle für Qualität in der Berufsbildung
in der OeAD-GmbH
Schottengasse 7, 1010 Wien
www.arqa-vet.at   .   arqa-vet@oead.at

Für den Inhalt verantwortlich:
Gabriela Nimac, Franz Gramlinger und Michaela Jonach

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